30.11.2017

Rückblick: BIM World MUNICH 2017

N+P präsentierte sich auf der Konferenz und Messe mit der bidirektionalen Integration von Revit und SPARTACUS

BIM (Building Information Modeling) und digitale Gebäudemodelle sind die treibende Kraft hinter Innovation und Leistung in der Bauindustrie, Städteplanung und regionalen Entwicklung. Mittlerweile werden in die BIM-Betrachtungen auch die direkt an das Bauwesen angrenzenden Bereiche, wie z. B. Gebäudebetrieb und -management, immer stärker einbezogen. Vertreter von Unternehmen, die den Betrieb und das Management von Gebäuden mit Software unterstützen, präsentierten sich bei der diesjährigen BIM World MUNICH am 28. und 29. November erstmalig mit einem CAFM-Hub innerhalb der Ausstellung. So war auch die N+P Informationssysteme GmbH (N+P) an beiden Tagen vor Ort – in ihrer Vorreiterrolle bei der Implementierung von BIM-Projekten.

Ins Leben gerufen wurde die BIM World MUNICH im Jahr 2016. 60 Aussteller und mehr als 2.000 Besuchern ließen die Konferenz und Messe schon damals als größtes BIM-Event im DACH-Raum gelten. Mit mehr als 100 Ausstellern, über 3.000 Besuchern und einem gewachsenen Kongressprogramm bot die Veranstaltung in diesem Jahr der Arbeitsmethodik BIM sowie den neuesten Innovationen und Trends der Digitalisierung in der Bauindustrie eine noch größere Plattform. Die Kernthemen des Kongresses im ICM Internationales Congress Centrum München umfassten die BIM-Datenerfassung, -Kollaboration, -Visualisierung und BIM-Best-Practice.
    
Schließlich stellt die steigende Komplexität von Bauprojekten alle Beteiligten der Bauindustrie und Gebäudebewirtschaftung vor neue Herausforderungen. Die Übergabe modellbasierter Daten verschiedener Gewerke und Leistungsphasen etabliert sich als Standard und erfordert eine Weiterentwicklung in der Zusammenarbeit von Architekten, Ingenieuren, TGA-Planern und Facility Managern. Dahinter steht das Konzept BIM. Dieses strebt unter anderem die Sicherstellung der Konsistenz und Durchgängigkeit von Daten im Verlauf des Lebenszyklus eines Gebäudes an und erlaubt die Zusammenarbeit aller Beteiligten auf einer gemeinsamen Datenbasis.

Nachdem bei der Premiere der BIM World im vorigen Jahr der Fokus auf den beteiligten Branchen aus Bauplanung und -realisierung gelegen hatte, wurden in diesem Jahr auch jene Akteure nach München eingeladen, für die sowohl die durchgängige Digitalisierung als auch der Nutzen von BIM in der Betriebsphase eines Gebäudes bzw. im Facility Management Relevanz besitzt. Mit dem Ziel, das Immobilienzyklus übergreifende und Fachdisziplinen verbindende Potenzial von BIM zu ergänzen, koordinierte der CAFM Ring e. V. auf der Ausstellerfläche einen CAFM-Hub sowie zwei Workshops. Unter den Überschriften "Digitales Immobilienmanagement – welche Rolle spielt BIM in der Digitalisierungsstrategie?" sowie "BIM & Recht" fanden diese innerhalb der Breakout Session parallel zur Konferenz statt.

Die N+P konnte sich mit dem Vortragstitel "BIM-konformer Gebäudelebenszyklus beim Eigenbetrieb ‚Kommunale Immobilien Jena‘" im zuerst genannten Workshop platzieren und das Zusammenspiel zwischen BIM und CAFM an einem konkreten Beispiel aufzeigen. Die intelligente Kopplung zwischen der CAFM-Lösung SPARTACUS Facility Management® und der Planungssoftware Autodesk® Revit® ermöglicht die nahtlose Integration des Gebäudemanagements in die BIM-Strategie. Dabei kann das Gebäudemodell durchgängig in SPARTACUS und Revit genutzt werden. So sind beispielsweise jederzeit nach Neu- und Umbauten aktuelle CAD-Daten im CAFM-Werkzeug nutzbar. Weiterhin ermöglicht die Integration einfache grafische Auswertungen durch die Übergabe von Prozessergebnissen von SPARTACUS Facility Management® an Autodesk® Revit®.

Im Detail ging der Vortrag darauf ein, wie durch die bidirektionale Anbindung Flächendaten und Zusatzinformationen schnell und einfach zwischen CAFM- und BIM-Modell ausgetauscht und abgeglichen werden können. Auch die Übergabe von Technischen Anlagen vom BIM- an das CAFM-Modell oder – was wesentlich häufiger vorkommt – vom CAFM- an das BIM-Modell wurde aufgezeigt. Weitere Stichpunkte stellten die Inventarisierung inklusive der Verwaltung von Umzugsgütern sowie die Integration von Augmented Reality ins BIM-Modell dar. Allen interessierten Besuchern der BIM World MUNICH stand an beiden Event-Tagen das Expertenteam der N+P  für Fragen zur Verfügung.