CAM für die digitale Zukunft in der Fertigung
Zukunftsfähige NC-Fertigung mittels CAM-Software
Die ständig steigende Nachfrage nach Bauteilen und Komponenten bei gleicher oder besserer Qualität stellt die Industrie vor Herausforderungen. Zusätzlich werden Bauteile immer komplexer. Rüst- und Durchlaufzeiten müssen reduziert werden und Termin- und Kostendruck steigen.
Eine moderne und CAD-integrierte CAM-Software (Computer Aided Manufacturing) bietet hier Lösungsansätze und sichert nachhaltig den Unternehmenserfolg und die Wettbewerbsfähigkeit. Es unterstützt den Gedanken des durchgängig digitalen Datenflusses und fungiert als Bindeglied zwischen Konstruktion und Fertigung. Intelligente CAM-Softwarlösungen ermöglichen eine weitestgehend automatisierte und zeitsparende NC-Programmierung und bieten Leistungsmerkmale, wie 2D- und 3D-Bearbeitungsstrategien bis hin zum Fräsdrehen oder 5-Achs-Bearbeitung.
Vorteile eines durchgängigen CAD-CAM-Prozesses
- Simulation des Bearbeitungsvorgangs und Erkennen von technischen Problemen im Vorfeld
- Reduzierung von Nebenzeiten, weil Bearbeitungsvorgang und notwendige Werkzeuge und Vorrichtungen bekannt sind
- Berechnung der optimalen Maschinenauslastung
- Bewährte Bearbeitungsprozesse sind reproduzierbar und steigern Effektivität
- Verlässliche Aussagen zur Produktionszeit, Qualität und Kosten gegenüber Kunden
- Verkürzte Durchlaufzeiten
Leistungsstarke CAM-Software für eine gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit
hyperMILL® ist eine modulare und flexible CAM-Lösung für das 2,5D-, 3D- und 5-Achs-Fräsen sowie das Fräsdrehen und Bearbeitungen wie High-Speed-Cutting (HSC) und High-Performance-Cutting (HPC) – und das alles in eine Oberfläche integriert. Spezialapplikationen für das Fräsen von Impellern, Blisks, Turbinenschaufeln, Formkanälen und Reifenformen runden das hyperMILL®-Leistungsspektrum ab.
Anwendungsszenarien durch ineinandergreifende Systeme
Erst durch die digitale Vernetzung von Konstruktions-, Fertigungs- und weiteren Unternehmensprozessen sowie -systemen lassen sich durchgängige Informationsflüsse und Prozessabläufe realisieren: Der Schlüssel für mehr Effizienz und die Digitalisierung in der Fertigung.
Digitaler Zwilling im CAM-Prozess
Bevor die Maschine läuft, wird sie virtuell gerüstet und die effizienteste Bearbeitungsstrategie berechnet. Es lassen sich so Aufspannsituationen prüfen, Werkzeuge anlegen, Programme schreiben, sie auf Syntax und Kollisionen testen und optimieren. Durch den virtuellen Probelauf lassen sich zudem korrekte Programmierzeiten ermitteln. Das ermöglicht eine bessere Aufwandsabschätzung bereits bei der Angebotserstellung. Die zeitintensive Inbetriebnahme auf dem Shopfloor kann deutlich minimiert werden. Aufgrund der Simulation und Analysemöglichkeit von Prozessen im Vorfeld steigt die Sicherheit im CAM-Prozess
Automatisierung von CAM-Prozessen
Zeitraubende manuelle Tätigkeiten sind eine typische Ursache, die die Fehleranfälligkeit erhöhen und einen effizienten Fertigungsdurchlauf bremsen. Um den CAM-Prozess zu beschleunigen und dabei stets im Kostenrahmen zu fertigen, sollten Automatisierungslösungen zum Einsatz kommen. Ganze Arbeitsabläufe, von der Konstruktion bis zur Generierung von NC-Codes, lassen sich voll- oder teilautomatisieren und reduzieren somit deutlich den Programmieraufwand.
Gewinnbringende Zusammenarbeit in der Cloud
Cloudbasierte Plattformen, die bestenfalls CAD-, CAM- und CAE-Software beinhalten, ermöglichen ein unkompliziertes Zusammenarbeiten von Kunden, Partnern und Teammitgliedern. Auf einer Plattform lassen sich Design, Entwicklung, Simulation sowie Fertigung vereinen und in Echtzeit miteinander kollaborieren. So lassen sich in der Cloud Werkzeugwege für die maschinelle Bearbeitung von Komponenten erstellen oder der 3D-Druck-Arbeitsablauf zur Fertigung eines Prototyps nutzen. Entwürfe können unkompliziert weitergegeben, kommentiert und jederzeit und ortsunabhängig auf mobilen Endgeräten genutzt werden.
Webcast: Erfolgreiche Prozessbeschleunigung mit automatisierter CAM-Programmierung
Erfahren Sie in dieser Webcastaufzeichnung, wie Sie mit innovativen CAM-Automatisierungslösungen einen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit und Standortsicherung leisten können.
Häufige Fragen zu Computergestützte Fertigung
Was ist Best Fit und wann wird es eingesetzt?
Best Fit kennzeichnet eine Methode, die reale Bauteilposition automatisch zu bestimmen, um manuelles Ausrichten zu reduzieren. Voraussetzungen sind passende Mess-/Protokolldaten und ein definierter Prozess ohne Änderungen an der Nullpunktdefinition an der Steuerung während Best Fit.
Was ist eine Makrodatenbank und wofür wird sie genutzt?
Eine Makrodatenbank dient dazu, wiederverwendbare Bearbeitungslogiken (Makros) zentral zu speichern und im CAM-Prozess konsistent anzuwenden. Der konkrete Funktionsumfang hängt vom verwendeten Makro-/Datenbank-Modul ab.
Was ist NC-Optimierung (NC-Optimizer) und wann wird sie genutzt?
Ein NC-Optimizer kann genutzt werden, um automatische Optimierungen bei Winkel-/Positionsvorgaben durchzuführen, z. B. bei Achslimit-Konflikten. Voraussetzung sind die Aktivierung in den Maschineneigenschaften und eine passende Maschinenkonfiguration.
Welche Rolle spielen Postprozessoren in automatisierten CAM-Prozessen?
Postprozessoren erzeugen aus CAM-Toolpaths steuerungsgerechten NC-Code; in automatisierten Abläufen sind konsistente Postprozessor-Regeln entscheidend für reproduzierbare Ergebnisse. Die Postprozessor-Pflege ist daher ein zentraler Qualitätsfaktor im Betrieb.
Welche Rolle spielt Simulation beim Fräsdrehen?
Beim Fräsdrehen sind Spannmittel, Halter und Maschinenbewegungen besonders kollisionskritisch. Simulation bzw. ein digitaler Zwilling unterstützt die Kollisionskontrolle vor dem Lauf. Voraussetzung dafür ist die Pflege von Spannmitteln und Werkzeugaufbauten als 3D-Modelle.
Welche typischen Ursachen für Maschinenstillstände adressiert CAM?
Als typische Ursachen werden u. a. fehleranfällige Rüstprozesse, lange Programmierzeiten, Kollisionen/fehlende Prozesssicherheit sowie Medienbrüche beschrieben.
Welche Vorteile bringt ein durchgängiger CAD-CAM-Prozess?
Ein durchgängiger CAD-CAM-Prozess reduziert Medienbrüche, beschleunigt die Programmierung und unterstützt reproduzierbare Fertigungsprozesse. Der Nutzen steigt, wenn Daten (Werkzeug, Nullpunkt, Spannmittel) konsistent geführt werden.
Wie reduziert CAM Programmierzeiten bei komplexen Geometrien?
Standardisierte Prozesse, Feature-/Makro-Ansätze und Automatisierung sind Mittel, um wiederkehrende Programmierarbeit zu verringern. Der Effekt ist am größten, wenn Daten (Werkzeuge, Vorlagen) gepflegt und wiederverwendet werden.
Wie standardisieren Feature-/Makro-Ansätze wiederkehrende Bearbeitungen?
Wiederkehrende Geometrien/Bearbeitungen können über Features erkannt und über Makros/Standardprozesse automatisiert programmiert werden, um Geschwindigkeit und Konsistenz zu erhöhen.