Ein modernes ERP-System sichert den durchgängigen und effizienten Prozess- und Datenfluss innerhalb der digitalen Fabrik
Das ERP-System: Schnittstelle zu digitalen Stücklisten, Arbeitsvorbereitung und perfekter Produktionsplanung und -steuerung
Die Wertschöpfungskette von Fertigungsunternehmen entspricht einem komplexen Zusammenspiel zahlreicher Geschäftsprozesse. Die Herausforderung besteht in der effizienten Planung und Steuerung dieser Prozesse sowie der Bereitstellung nötiger Ressourcen über alle Unternehmensebenen hinweg. Das ERP-System ermöglicht mit intelligenten Funktionen eine effiziente und transparente Unternehmensplanung und -steuerung. Die Besonderheit eines ERP-Systems ist dabei sein ganzheitlicher Ansatz. Denn durch die Integration aller relevanten Unternehmensdaten schafft ein ERP-System eine einheitliche Datenbasis, auf die alle Mitarbeiter und Teilsysteme zugreifen. Damit ist es Schnittstelle zu digitalen Stücklisten, valide Arbeitsgrundlage für die Arbeitsvorbereitung und gleichermaßen das perfekte Tool für eine zuverlässige Produktionsplanung und -steuerung. Das sorgt für einen durchgängigen, sicheren sowie effizienten Prozess- und Datenfluss innerhalb des Unternehmens.
Mehrwerte eines zentralen ERP-Systems für eine intelligente Unternehmensplanung und -steuerung
- Effiziente Unternehmensplanung und -steuerung mit fertigungsspezifischen Funktionen
- Automatisierung von Routineaufgaben
- Durchgängige und sichere Prozesse durch Abbildung standardisierter Arbeitsabläufe
- Unternehmensübergreifende Kollaboration durch zentrale Datenbasis und Dokumentenablage
- Schaffung von Transparenz durch individuelle Reports und Dashboards
- Unterstützung der strategischen Unternehmensplanung durch intelligente Analyse-Tools
Preisgekröntes ERP-System für den Mittelstand
Die ERP-Lösung APplus ist speziell auf die Anforderungen und Geschäftsprozesse von mittelständischen Unternehmen ausgerichtet. Die webbasierte und offene Software-Architektur bringt alle Geschäftsbereiche eines Unternehmens transparent und effizient auf einer Plattform zusammen und ermöglicht dem Anwender einen vollständigen Überblick über alle für ihn relevanten Unternehmensprozesse.
ERP im Zusammenspiel mit anderen Unternehmensbereichen
Erst durch die digitale Vernetzung von ERP-System und -Daten mit anderen Unternehmensprozessen sowie -Systemen lassen sich durchgängige Informationsflüsse und Prozessabläufe realisieren: Der Schlüssel für mehr Effizienz und die Digitalisierung in der Fertigung.
Teilen von Konstruktionsdaten
Um den Produktentstehungsprozess von der Konstruktion bis hin zum Service zu koordinieren, ist die Integration der Daten aus dem CAD- und PDM-System notwendig. Diese ermöglicht die automatische Übertragung von Fertigungsplänen und Stücklisten an das ERP-System. Das sorgt für eine einheitliche und verlässliche Datenbasis sowie enorme Zeiteinsparung. So können nachgelagerte Abteilungen, wie Einkauf und Servicemitarbeiter, jederzeit auf aktuelle Konstruktionsdaten zugreifen. Gleichzeitig steigert die Integration auch die Flexibilität in der Konstruktion. So können geänderte Anforderungen noch während der Produktion berücksichtigt werden.
Fertigungsdaten in Echtzeit
Eine praxisgerechte ERP-Lösung verknüpft Auftragsdaten direkt mit den realen Fertigungs- bzw. Maschinendaten aus dem MES-System. Der Werker startet z. B. einen Arbeitsgang am Terminal und die von der Maschine dazu rückgemeldeten Ist-Daten, wie Mengen, Zustände oder Störungen, werden automatisch erfasst und im ERP-System verbucht. Fertigungsverläufe werden dadurch sehr detailliert ausgewertet und bilden die Basis für Kalkulationen. Gleichzeitig können dem Werker am Terminal auch auftragsbezogene Zusatzinformationen, wie Arbeitsanweisungen und Konstruktionszeichnungen, eingeblendet werden.
Integriertes Rechnungswesen
Eine Integration zwischen ERP und Fibu ermöglicht die automatische Übergabe aktueller Stammdaten (z. B. Kunden, Lieferanten, Geschäftsbedingungen). Zudem sorgt die Verknüpfung für die Übertragung von Bewegungsdaten. Dazu zählen u. a. Auftragsdaten, Eingangs- und Ausgangsrechnungen sowie Lagerbewegungen. Die Integration sorgt für konsistente Daten in beiden Systemen und verringert gleichzeitig den Erfassungsaufwand. Das Abrufen von Echtzeitinformationen im ERP-System zur Kundenbetrachtung oder -liquidität ist genauso möglich wie eine Liquiditätsplanung unter Einbezug aller bekannten Zahlungsverpflichtungen.
Whitepaper: Checkliste für eine erfolgreiche ERP-Einführung
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Häufige Fragen zu Unternehmensplanung und -steuerung
Was gehört in einen Anforderungskatalog bzw. ein Lastenheft für ERP?
Ein Lastenheft bündelt technische und funktionale Anforderungen und stellt sicher, dass Kernprozesse und unternehmensspezifische Besonderheiten abgedeckt sind. Standardfunktionen sollten als Basis vorausgesetzt werden, damit Optimierungspotenzial nicht blockiert wird.
Welche Auswahlkriterien sind für Entscheider besonders relevant?
Entscheider sollten neben Technik, Funktion und Gesamtkosten auch Anbieterkompetenz, Stabilität sowie Einführungs- und Betreuungskonzepte bewerten. Die Vorgehensweise zur Einführung muss zu internen Ressourcen und dem gewünschten Projektablauf passen.
Welche Betriebsmodelle sind für ERP-Einführungen üblich?
Üblich sind On-Premise, Hosting oder Cloud, und die Wahl hängt davon ab, wie das ERP im Live-Betrieb technisch funktionieren soll. Das Betriebsmodell wird als frühe Leitentscheidung in der Anforderungsphase festgelegt.
Welche Browser-Anforderungen sind für den ERP-Rollout relevant?
Ein Browser-Client ohne lokale Installation vereinfacht Rollouts, weil Arbeitsplätze nur einen aktuellen Browser benötigen. Parallele Fenster/Folder sowie Favoriten und Hyperlinks unterstützen die Navigation in prozessintensiven Rollen.
Welche Phasen sind für eine ERP-Einführung sinnvoll strukturiert?
Eine ERP-Einführung benötigt ein aufeinander aufbauendes Vorgehen über mehrere Phasen, weil Planung, Umsetzung und Stabilisierung ineinandergreifen. Eine Checkliste und Zeitplanung je Phase erhöht die Projektsicherheit.
Welche Reporting-Funktionen braucht ERP für Steuerung und Controlling?
Reporting liefert Formate wie HTML, PDF, Word, Excel und CSV, ermöglicht Report-Abos per E-Mail und stellt Links auf Originaldatensätze bereit. Voraussetzung: Für Belegversand per E-Mail wird ein Mailserver benötigt.
Welche RFP-Fragen sind für Rollen- und Berechtigungskonzepte im ERP zentral?
Eine RFP fragt Rechtearten (Lesen/Schreiben/Ändern/Löschen), das Ausblenden von Feldern/Reitern/Funktionen, Rollen- und Aufgabenmodell, Datenbereichsfilter (Datenbankfilter) sowie mandantenbezogene Berechtigungen ab. Die Ausblendung nicht berechtigter Module wird dabei als Muss-Kriterium geführt.
Welche RFP-Fragen sind für Schnittstellen und Datenintegration im ERP unverzichtbar?
Eine RFP verlangt konfigurierbare Import/Export-Schnittstellen, XML/JSON, Formattransformation per XSLT, Übertragungswege (Webservices/HTTP/SMTP/FTP) und Protokollierung der Datenflüsse. Datenimport sollte dabei Transaktionslogik und definierte Konsistenzbedingungen einhalten.
Welche Rollen braucht ein ERP-Projekt in Fachbereich und IT?
Ein ERP-Projekt braucht Rollen, die Anforderungen priorisieren, Workshops und Tests tragen und Entscheidungen absichern, damit das Vorgehen machbar bleibt. Entscheidend ist ein Team, das den geplanten Ablauf realistisch umsetzen kann.
Welche Systemarchitektur sollte ein ERP-System für verteilte Standorte unterstützen?
Eine n-Tier-Architektur mit Browser-UI, Web-/Applikationsserver und SQL-Datenbank ermöglicht zentrale Bereitstellung und standortübergreifenden Zugriff. In diesem Modell sind Windows Server und IIS als Serverbasis vorgesehen.
Wie lässt sich das ERP-System skalieren?
Skalierung erfolgt über Parallelbetrieb von Webserver und Applikationsserver (Network Load Balancing) sowie über Clusterbetrieb auf Datenbankebene. Alle Komponenten können bei Bedarf auch gemeinsam auf einem System betrieben werden.
Wie starte ich die Auswahl eines ERP-Systems für die digitale Fabrik?
Der Start ist eine strukturierte Aufnahme der Kernprozesse und Besonderheiten sowie die Priorisierung der Auswahlkriterien, bevor Anbieter verglichen werden. Eine Nutzwertanalyse unterstützt das Wichten der Anforderungen.
Wie unterstützt ein ERP-System DSGVO-Pflichten im Umgang mit Adress- und Vorgangsdaten?
DSGVO-Funktionen umfassen Auskunft, Verarbeitungszwecke, Erfassung der Datenherkunft, Recht auf Vergessen, Aufbewahrungspflichten sowie Anonymisierung von Stamm- und Bewegungsdaten. Volltextsuche erleichtert das Auffinden relevanter Datensätze für Auskunft oder Löschung.
Wie verhindere ich, dass die ERP-Auswahl nur das Altsystem „nachbaut“?
Das gelingt, wenn Anforderungen nicht zu detailliert auf Altsystem-Details formuliert werden und die Soll-Prozesse konsequent auf Optimierungspotenziale ausgerichtet sind. Das „Nachbauen“ des Altsystems wird dabei als Anti-Ziel bereits in der Anforderungsphase festgehalten.