Das CAD-Modell als Basis für optimierte Prozesse und neue Geschäftsmodelle
CAD-Modell schafft einheitliche Datenbasis für einen durchgängigen Informationsfluss
Die Prozesse der Produktentwicklung und Konstruktion sind im Wandel. Fertigungsunternehmen stehen vor neuen Herausforderungen, wie steigende Komplexität der Konstruktionsprozesse und Qualitätserwartungen, Anforderung an sinkende Fehlerwahrscheinlichkeiten und zugleich beschleunigte und möglichst kurze Entwicklungszeiten. Das erfordert die Anpassung des Produktentstehungsprozesses im Sinne eines durchgängig digitalen Datenflusses der IT-Kernsysteme. Eine gemeinsame Datenbasis schafft wenig Reibungsverluste für alle beteiligten Abteilungen sowie Mitarbeiter und fördert die Beschleunigung von Abläufen, beispielsweise durch die Automatisierung von Teilaufgaben. Neben neuen Fertigungsverfahren etablieren sich auch innovative IoT-Anwendungen, die durch die Verknüpfung von CAD-Daten neue Möglichkeiten für smarte Produkte, vernetzte Services oder neue Geschäftsmodelle bieten.
Vorteile von vernetzten CAD-Daten
- Automatisierter Informationsfluss von CAD nach ERP/PDM und CAM
- Datenbasis für einen digitalen Zwilling und für AR/VR-Technologien
- Optimierte CAD-Modelle für Umsetzung von Varianten und Konfigurationen
- Prozessoptimierung im Engineering mittels Konstruktionsmethodik
- Verkürzung der Durchlaufzeit im Engineering
- Überzeugende Produktpräsentation mittels 3D-Prototyp ohne Vor-Ort-Termine
- Optimierte Zusammenarbeit mit externen Partnern sowie Lieferanten und Kunden
Anwendungsszenarien in der Konstruktion mit anderen Unternehmensprozessen
Erst durch die digitale Vernetzung von Konstruktionsprozessen und CAD-Daten mit anderen Unternehmensprozessen sowie -systemen lassen sich durchgängige Informationsflüsse und Prozessabläufe realisieren: Der Schlüssel für mehr Effizienz und die Digitalisierung in der Fertigung.
Kürzere Durchlaufzeit mit Automatisierung im Engineering
Mit CAD-Automatisierungslösungen können Routineaufgaben im Konstruktionsalltag auf Knopfdruck automatisiert werden. Dazu zählen beispielsweise die parametrierte Modellerstellung, die Stücklistengenerierung, die Artikelstammdatenpflege oder die Bereitstellung von Bildern, Zeichnungen sowie NC-Daten. Ein Konstrukteur kann sich somit wieder auf seine Kernaufgaben konzentrieren, während Vertrieb und Fertigung von einer schnellen Datenbereitstellung profitieren.
Schauen Sie sich dazu auch gerne unsere Webcastaufzeichnung "Automatisierung im Engineering: Vorteile und Einsatzmöglichkeiten" an.
Cloudbasiertes Engineering und integrierte Datenverwaltung
Die Verwendung von cloudbasierten Engineering-Lösungen für den Konstruktions- und Entwicklungsprozess bietet den Vorteil, dass Sie Standard-Lösungen ohne eigene IT-Infrastruktur, Softwarepflege und Installationsaufwand nutzen können. Durch individuell konfigurierbare und sofort verfügbare Arbeitsabläufe vereinfachen Sie die Zusammenarbeit und Verwaltung komplexer Produktentwicklungsprozesse. Ermöglichen Sie allen Prozessbeteiligten, wie Mitarbeitern, Kunden, Partnern und Lieferanten Zugriff auf Echtzeitdaten, völlig unabhängig vom genutzten CAD-System. Das reduziert den Kommunikationsaufwand, optimiert Arbeitsabläufe und verknüpft Teams an unterschiedlichen Standorten.
Einbindung und Erzeugung von BIM-Objekten
Für öffentliche Bauprojekte gilt die BIM-Methodik bei der Planung als verpflichtend. Fertigungsunternehmen müssen nun ihre BIM-Inhalte, wie Bauprodukte und Bauzulieferteile BIM-konform anbieten. Durch die Nutzung bestehender 3D-CAD-Modelle können BIM-Objekte kostengünstig und automatisiert erstellt werden. Das steigert nicht nur die Auftragslage, da man bevorzugt in Bauprojekten berücksichtigt wird, sondern kann durchaus auch für die Entwicklung von eigenen Services nützlich sein.
Erfahren Sie in unserem Whitepaper "BIM für Bauprodukthersteller und Gebäudeausrüster", wie die BIM-Methode umgesetzt werden kann, ohne auf teure externe Dienstleister zurückgreifen zu müssen.
Nutzung von 3D-CAD-Daten für AR- und VR-Anwendungen
In aller Munde sind die Begriffe zu VR und AR. Trotz des Hypes kommt es immer wieder zur Vermischung und zu Unklarheiten zwischen Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR). Während VR den Nutzer in eine simulierte Realität eintauchen lässt, befindet er sich bei der Nutzung von AR in der realen Welt, welche durch zusätzliche Elemente erweitert wird. Bereits heute gibt es viele Anwendungsfälle in Fertigungsunternehmen. Beispielsweise lässt sich VR im Verkaufsprozess oder bei der Einarbeitung an Maschinen und Anlagen nutzen. AR hingegen unterstützt bei der Wartung und Instandhaltung genauso gut, wie bei der Abfrage von Echtzeitdaten über eine AR-Brille in der Produktion. Des Weiteren lassen sich im Konstruktionsprozess entstandene 3D-CAD-Daten für AR- und VR-Anwendungen nutzen, um z. B. Prototypen effizienter planen und umsetzen zu können und Fehler frühzeitig zu erkennen.
Mehr Produktivität in der Konstruktion mit unseren NuPTools
Die Konstruktionsabteilung steht oft vor der Herausforderung, kundenindividuelle Wünsche in kürzester Zeit zu konstruieren. Zudem dient sie als Informationsquelle für andere Abteilungen, um einen möglichst reibungslosen Ablauf in der Auftragsabwicklung zu gewährleisten. Laut unabhängigen Untersuchungen entfallen circa 40 % der Arbeitszeit allein auf das Suchen von aktuellen Dateien und Dokumenten.
Die von N+P entwickelten NuPTools sind clevere Produktivitäts-Tools, die bei der Automatisierung von alltäglichen und teils umständlichen Routineaufgaben aus Autodesk® Inventor® oder Autodesk® Vault heraus helfen. Damit spart sich die Konstruktion unnütze Zeitfresser und kann die bereichsinterne Produktivität steigern.
Häufige Fragen zu Konstruktion
Welche Abteilungen profitieren typischerweise von einer gemeinsamen CAD-Datenbasis?
Eine gemeinsame CAD-Datenbasis reduziert Reibungsverluste zwischen Konstruktion, Arbeitsvorbereitung, Fertigung sowie Vertrieb/Service, weil alle mit aktuellen, konsistenten Informationen arbeiten. 3D-Modelle erleichtern zusätzlich die Abstimmung mit Stakeholdern ohne Engineering-Hintergrund.
Welche Daten sollten am CAD-Modell hängen, damit Folgeprozesse funktionieren?
Für durchgängige Prozesse werden CAD-Modelle typischerweise mit Stücklisten, Artikel-/Stammdaten und abgeleiteten Informationen wie Zeichnungen, Bildern und NC-Daten verknüpft. Ziel ist ein konsistenter Datenfluss zwischen Konstruktion und nachgelagerten Systemen/Prozessen.
Welche Engineering-Routineaufgaben lassen sich typischerweise automatisieren?
Automatisierbar sind u. a. parametrierte Modellerstellung, Stücklistengenerierung, Artikelstammdatenpflege sowie die Bereitstellung von Bildern, Zeichnungen und NC-Daten. Das reduziert manuelle Routinearbeit und beschleunigt die Datenbereitstellung für Folgeprozesse.
Welche Mehrwerte entstehen durch vernetzte CAD-Daten im Unternehmen?
Vernetzte CAD-Daten ermöglichen automatisierte Informationsflüsse von CAD nach ERP/PLM und CAD nach CAM und schaffen eine robuste Basis für digitale Zwillinge sowie VR/AR-Anwendungen (z. B. Schulungen, Wartung, Produktpräsentation). Der Nutzen steigt, wenn CAD-Daten konsistent strukturiert und abteilungsübergreifend nutzbar sind.
Wie hilft 3D statt 2D dabei, Entscheidungen schneller abzustimmen?
3D-Modelle sind im Vergleich zu 2D-Plänen leichter zu interpretieren und beschleunigen Abstimmungen und Freigaben, weil Intent und Kontext schneller erkennbar sind. Späte Änderungen (z. B. Raumhöhen oder Layouts) lassen sich in 3D in der Regel effizienter umsetzen.
Wie startet man ein CAD-/3D-Digitalisierungsprojekt strukturiert?
Ein strukturierter Start umfasst eine Bestandsaufnahme, das Ordnen der Ausgangslage und das Identifizieren von Optimierungspotenzialen. Anschließend werden Prozesse, Produktsortimente und CAD-Modelle visualisiert, um Schwachstellen und Zielbilder klarzumachen.
Wie tausche ich CAD-Daten zwischen Systemen aus, ohne Geometrie/Metadaten zu verlieren?
Risiken beim Datenaustausch sind Geometrieverlust, fehlerhafte Oberflächen und fehlende Metadaten. Abhilfe schaffen definierte Austausch-Workflows (Referenzieren oder Konvertieren), Property Mapping sowie aktuelle Softwarestände und klare Anforderungen an das Datenpaket.
Wie unterstützt eine CAD-basierte Standardisierung die Wiederverwendbarkeit von Konstruktionen?
Standardisierte, parametrische Komponenten mit definierten Metadaten lassen sich in mehreren Projekten wiederverwenden, wodurch Modellierungs- und Änderungsaufwände sinken. Stücklisten können aus dem 3D-Modell abgeleitet werden, statt manuell gepflegt zu werden.
Wie unterstützt eine Cloud-Umgebung Projektverwaltung und Zusammenarbeit?
Eine integrierte Cloud-Umgebung bündelt Projektverwaltung, Datenzugriff und Zusammenarbeit in einer Plattform, sodass Teams mit denselben Projektdaten arbeiten. Das erleichtert Abstimmungen und reduziert Medienbrüche.