Rückblick Smart Factory Days 2026

Am 6. und 7. Mai 2026 wurden die Smart Factory Days in Chemnitz erneut zu einem wichtigen Treffpunkt für Fach- und Führungskräfte aus Industrie, Maschinen- und Anlagenbau. Im Kraftverkehr Chemnitz kamen Anwender, Experten und Entscheider zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen in der digitalen Transformation auszutauschen und konkrete Ansätze für eine zukunftsfähige Fertigung zu diskutieren. Im Fokus standen dabei: Systemintegration, Künstliche Intelligenz (KI), digitale Geschäftsmodelle, Shopfloor-Digitalisierung und Cyber-Security.

Digitalisierung als Fundament für Wettbewerbsfähigkeit

Zum Auftakt der Veranstaltung stand die Frage im Raum, wie mittelständische Industrieunternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit in einem sich wandelnden Marktumfeld sichern können. Dabei wurde deutlich: Digitale Transformation beginnt nicht bei Einzellösungen, sondern bei einer durchgängigen Systemintegration. Nur wenn Daten, Prozesse und Anwendungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette miteinander verbunden sind, entstehen die Voraussetzungen für belastbare Entscheidungen, effiziente Abläufe und neue digitale Geschäftsmodelle. Matthias Scharpe vom VDMA e. V. schärfte in seiner Keynote den geopolitischen und wirtschaftlichen Rahmen: Europäische Maschinen- und Anlagenbauer stehen unter erheblichem Wettbewerbsdruck. Digitalisierung und neue Geschäftsmodelle seien keine Option, sondern eine strategische Notwendigkeit, um Marktanteile zu sichern und Resilienz aufzubauen.

Künstliche Intelligenz dort einsetzen, wo sie echten Nutzen stiftet

Ein besonderer Schwerpunkt der Smart Factory Days 2026 lag auf dem praxisnahen Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI). Statt abstrakter Zukunftsszenarien standen konkrete Anwendungsfelder im Vordergrund. Impulse aus Konstruktion, Produktion, CAM-Programmierung, Controlling und Datenmanagement zeigten, dass KI bereits heute in vielen Bereichen sinnvoll unterstützen kann. Gerade für Unternehmen in der Fertigung ist das von hoher Relevanz: KI kann helfen, Informationen schneller verfügbar zu machen, Prozesse gezielter auszuwerten und Entscheidungen besser abzusichern. Damit wird sie zu einem Werkzeug, das nicht nur Innovation verspricht, sondern ganz konkret zur Produktivität und Prozessqualität beitragen kann.  

Auch das Panel mit Geschäftsführern und Digitalverantwortlichen führender Mittelständler machte deutlich, dass der erfolgreiche Einsatz von KI nicht allein eine technologische Frage ist. Ebenso wichtig sind klare Zielbilder, belastbare Daten, die Einbindung der Mitarbeitenden und der Mut, erste konkrete Schritte in der Umsetzung zu gehen. Der Austausch über reale Projekte und Erfahrungen bot den Teilnehmenden wertvolle Einblicke in unterschiedliche Herangehensweisen und zeigte, wie Unternehmen voneinander lernen können.

Den Abend beschloss die Dinner Speech von Richard Friedrich, Geschäftsführer „Direkt vom Feld“ zum Thema „Wachstum in gesättigten Märkten". Diese bot einen inspirierenden Perspektivwechsel und sorgte für angeregte Gespräche beim gemeinsamen Abendessen.

Durchgängige Prozesse für mehr Transparenz in der Fertigung

Der zweite Veranstaltungstag richtete den Blick besonders stark auf die operative Umsetzung digitaler Strategien in der Industrie. Praxisvorträge und Breakout-Sessions machten sichtbar, wie eng Themen wie CAD, PLM, ERP, CAM, MES sowie BDE- und MDE-Daten inzwischen miteinander verknüpft sind. Für die Fertigung ist genau diese Durchgängigkeit entscheidend: Sie schafft Transparenz, reduziert Medienbrüche und verbessert die Abstimmung zwischen Planung, Arbeitsvorbereitung, Produktion und Unternehmenssteuerung.

Die Breakout-Sessions machten deutlich, wie vielfältig die Ansatzpunkte für eine zukunftsfähige Fertigung sind. Im Fokus standen unter anderem die intelligente CAM-Programmierung, Visualisierung und Simulation auf Basis des digitalen Zwillings, der digitale Shopfloor sowie der Einsatz von BDE-, MDE- und MES-Lösungen im Maschinenbau und in der Serienfertigung. Alle Themen verdeutlichten, wie wichtig durchgängige Daten, vernetzte Systeme und transparente Prozesse für eine moderne Produktion sind. Sie zeigten zugleich, wie Unternehmen ihre Fertigungsabläufe gezielter planen, besser überwachen und im Tagesgeschäft effizienter sowie reaktionsfähiger gestalten können.

Neue Geschäftsmodelle und digitaler Service im Fokus

Neben der Effizienz in internen Prozessen wurde bei den Smart Factory Days 2026 auch die strategische Weiterentwicklung von Industrieunternehmen thematisiert. So griff das Programm auf, wie sich Systemintegration als Basis für digitale Geschäftsmodelle und moderne Servicekonzepte nutzen lässt. Kundenvorträge aus dem industriellen Umfeld machten deutlich, dass die Digitalisierung längst nicht mehr an den Werkstoren endet. Vielmehr eröffnet sie neue Möglichkeiten für Service, After-Sales und kundennahe Leistungen, die zusätzliche Potenziale für Wachstum und Differenzierung schaffen.

Cyber-Security als unverzichtbarer Bestandteil der Smart Factory

Wo Prozesse, Maschinen und IT-Systeme enger zusammenwachsen, steigt auch die Bedeutung von Cyber-Security. Deshalb war es folgerichtig, dass das Thema ebenfalls einen festen Platz im Programm einnahm. Der Blick auf Sicherheitsrisiken, Schutzmaßnahmen und mögliche Auswirkungen von IT-Vorfällen machte deutlich, dass digitale Resilienz heute ein unverzichtbarer Bestandteil moderner Fertigungsstrategien ist. Gerade in produzierenden Unternehmen, in denen Ausfälle unmittelbare Folgen für Lieferfähigkeit und Wertschöpfung haben, ist IT-Sicherheit längst ein geschäftskritischer Faktor.

Fazit

Die Smart Factory Days 2026 haben eindrucksvoll gezeigt, dass die Zukunft der Fertigung nicht in Einzeltechnologien liegt, sondern im intelligenten Zusammenspiel von Systemen, Daten und Menschen. Die Veranstaltung bot nicht nur strategische Orientierung, sondern vor allem zahlreiche konkrete Ansatzpunkte für Unternehmen, die ihre digitale Agenda in Konstruktion, Fertigung, Shopfloor, Service und Unternehmenssteuerung weiter vorantreiben möchten. Genau dieser Praxisbezug machte die Smart Factory Days auch in diesem Jahr wieder zu einer wertvollen Plattform für Austausch, Inspiration und Umsetzungsimpulse. N+P Informationssysteme bedankt sich bei allen Referentinnen und Referenten, Partnerunternehmen und Teilnehmenden für zwei inspirierende Tage und freut sich schon heute auf die Smart Factory Days 2028.

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